FAQ

Was ist das Programm Soziale Stadt?
Das Programm Soziale Stadt ist ein Bau- und Sanierungsprogramm. Es hat das Ziel, Bürgerinnen und Bürger an sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen und Verbesserungen im Sanierungsgebiet in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Zusammenleben, Grünflächen und Gewerbe anzuschieben.

Wer finanziert die Soziale Stadt?
Grundsatz der Mittelvergabe: die Kommune erhält maximal 60 % Zuschuss für eine Maßnahme, 30 % davon aus Bundesmitteln, 30 % aus Landesmitteln.

Welche Fördertöpfe gibt es?
Neben den großen baulichen und nicht-investiven Maßnahmen, über die der Stadtrat entscheidet, gibt es weitere Förderprogramme und Finanztöpfe: den Verfügungsfonds, das Programm Wohngrün, das Programm Wohnen am Ring.

Was ist das Programm Wohnen am Ring?
Über dieses Programm können Eigentümer Fördermittel und Beratung beantragen, die ihre Immobilien entlang des Mittleren Rings mit Lärmdämmung ausstatten wollen. Dieses Angebot gilt auch außerhalb des Sanierungsgebietes. Infos und Ansprechpartner findet man im Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Weitere Informationen finden Sie hier.

Was ist das Programm Wohngrün?

Über dieses Programm können Eigentümer im Sanierungsgebiet Fördermittel und Beratung beantragen, die Hinterhöfe und Abstandsgrün aufwerten wollen. Infos gibt es bei Frau Eschenbacher von der MGS (Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung), Telefon 233 339 39 oder hier.

Wer entscheidet über die Vergabe von Mitteln?
Über Maßnahmen des Programms Soziale Stadt entscheidet zuerst der Stadtrat, dann die Regierung von Oberbayern und dann der Bund. Die Koordinierungsgruppe, die Lenkungsgruppe sowie die betroffenen Bürgerinnen und Bürger haben bei den meisten Entscheidungen Mitspracherecht. Die Bürgerinnen und Bürger können ihre Meinung im Rahmen von Beteiligungsverfahren zu bestimmten Themen äußern oder in der Koordinierugnsgruppe. In der Koordinierungsgruppe erhält jede/r Bürger/in ab der dritten Teilnahme Stimmrecht, wenn er/sie im Sanierungsgebiet wohnt.

Wie lange ist die Laufzeit des Programms?
Die Laufzeit beträgt 5 bis 7 Jahre. Beginn des Programms war im November 2005, Laufzeit ist demnach bis voraussichtlich 2010 bis 2012.

Für wen ist das Programm interessant?
Das Programm ist für alle interessant, die sich Verbesserungen im Sanierungsgebiet wünschen und sich dafür einsetzen wollen. Das sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Gewerbetreibende, Stadtteilpolitiker, Kunstschaffende, Vereine und Initiativen aus den Bereichen Kultur, Geschichte, Gesundheit, Sport, Ökologie, soziale Einrichtungen, Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Was ist das Quartiersmanagement?
Das Quartiersmanagement ist von der Stadt München beauftragt, das Programm bekannt zu machen und die Aktivitäten und Projekte im Stadtteil zu steuern. In dieser Funktion ist es Kontakt- und Informationsstelle für die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtentwicklung vor Ort.

Wer ist der Träger?
Träger des Quartiersmanagements ist eine Projektgemeinschaft, bestehend aus dem Büro für Soziale Stadtentwicklung und dem Architekturbüro Dirtheuer.

Was ist der Verfügungsfonds?
Im Verfügungsfonds stehen pro Jahr 30.000€ zur Verfügung, die sofort für Projekte im Sanierungsgebiet ausgegeben werden können. Über die Vergabe entscheidet die Koordinierungsgruppe. Anträge müssen bis spätestens 14 Tage vor dem nächsten Treffen beim Quartiersmanagement eingegangen sein (Antrag Verfügungsfonds), die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 2.600 €. Förderfähig sind Aktionen und Maßnahmen, die Verbesserunen im Sanierungsgebiet anstoßen oder den Bewohnerinnen und Bewohnern im Sanierungsgebiet nützen. Anträge kann jede/r stellen, der/die im Sanierungsgebiet wohnt oder arbeitet. Die Maßnahme darf noch nicht begonnen sein, es werden keine Bewirtungen und kein Mobiliar bezuschusst.

Gibt es noch weitere Gebiete
Ein weiteres Soziale Stadt Gebiet wurde zeitgleich in Giesing eingerichtet. Die ersten Soziale Stadt Gebiete in Milbertshofen und im Hasenbergl wurden 1999 gestartet, die Maßnahmen dort werden derzeit schrittweise abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie hier .

Was kennzeichnet ein Sanierungsgebiet im Programm Soziale Stadt?
Die Gebiete weisen in sozialer, baulicher, städtebaulicher, ökonomischer und ökologischer Hinsicht Defizite auf, so dass zu deren Behebung der Einsatz des Besonderen Städtebaurechts und besondere Förderinstrumente erforderlich sind. Die Gebiete müssen Erneuerungsbedarf aber auch Chancen aufweisen.

Was ist die Koordinierungsgruppe?
Die Koordinierungsgruppe ist eine Art “Aufsichtsrat” im Soziale-Stadt-Gebiet. Beteiligt sind Vereine, Initiativen, Mitglieder des Bezirksausschuss und Mitarbeiter aus sozialen und kulturellen Einrichtungen, Bürgerinnen und Bürger, Aktive, die sich für die Belange des Stadtteils interessieren und einsetzen. Hier wird über den aktuellen Stand der Projekte und Umsetzungsmaßnahmen des Programms berichtet und über Anträge für den Verfügungsfonds entschieden. Es können auch neue Aktionen angestossen und Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen gegründet werden. Die Sitzungen sind offen für Bürgerinnen und Bürger, die im Sanierungsgebiet wohnen und im Rahmen des Programms aktiv werden möchten, nach einer dreimaligen Teilnahme bekommt man Stimmrecht.

Was ist die Lenkungsgruppe?
Die Lenkungsgruppe ist ein referatsübrgreifendes Gremium der Stadtverwaltung, dessen Aufgabe die Koordination des Projektes ist. Im ständigen Teilnehmerkreis sind das Sozialreferat, das Referat für Gesundheit und Umwelt, das Kulturreferat, das Schulreferat, das Baureferat sowie das Referat für Stadtplanung und Bauordnung vertreten.

Derzeit aktive Arbeitsgruppen und -kreise (2011)

1. AG Bildung im Quartier
Hier liegt derzeit viel Gewicht auf den regelmäßigen Rektorentreffen zu denen QM einlädt, moderiert und protokolliert. Es nehmen die RektorInnen der 7 Schulen im Sanierungsgebiet teil. Inhalt ist Erfahrungsaustausch und die Bündelung von Entwicklungsbedarfen.

2. AK Gesundheit
Der AK Gesundheit beschäftigt sich mit folgenden Themen und Projekten:

2.1. "Seniorenbörse"
Der Arbeitskreis hat einen Infortionsnachmittag im Oktober 2010 mit dem Titel „Aktiv dabei in Berg am Laim, Informationen rund ums Älter werden“ organisiert. Ziel der Veranstaltung war es, die BewohnerInnen zu informieren wo und wie sie sich im Stadtteil ehrenamtlich engagieren, sowie wo sie welche Hilfsangebote erhalten können. Der AK bereitet nun eine zweite ähnliche Veranstaltung, die im Rahmen der Stadtteilkulturwochen in Berg am Laim am 9. Juni, dem Seniorentag, stattfinden wird.

2.2. "Leitprojekt Gesundheit"
Mitarbeit des Quartiersmanagements am Leitprojekt Gesundheit des Referates für Gesundheit und Umwelt (RGU).
Im Weiteren werden die Projektentwürfe aus dem KOOPERATIONEN Konzept „Gesundheit in der Sozialen Stadt“ in einer Arbeitsgruppe aus RGU. MAG´s und QM konkretisiert.

2.3. "AK Küchenbörse"
Der AK unter der Federführung des RGU und MAG's, beschäftigt sich mit der Feinkonzeptionierung, Planung und Umsetzung des aus Mitteln des Förderprogramms KOOPERATIONEN bewilligten Projektes "Gesundheit in der Sozialen Stadt". Ziel ist die Gesundheitsförderung, die gesunde Ernährung im Quartier zu fördern und dazu die im Stadtteil vorhandenen Küchen und Angebote zu vernetzen.

2.4. "Sportnetzwerk"
Die Hochschule Köln führte im Auftrag des Referates für Bildung und Sport eine Untersuchung und Bedarfserhebung bezüglich stadtteilbezogener Sportangebote in Ramersdorf und Berg am Laim durch. Zur Umsetzung der 41 Handlungsempfehlungen wurde das Sportnetzwerk unter der Federführung der Bezirksausschüsse 14 und 16 gegründet.

3. AK Friedliche Koexistenz im öffentlichen Raum (Quartiersbetreuung)
Bereits 2008 war in einer breit angelegten Arbeitsgruppe das Konzept für die „Quartiersbetreuung“ entwickelt worden, jedoch fand sich keine Finanzierung. 2010 wurde die Idee wieder aufgegriffen und in einer kleineren Arbeitsgruppe und in Einzelgesprächen mit potenziellen Trägern das Konzept modifiziert. Mit dem durch das Sozialreferat entsprechend vorbereiteten Stadtratsbeschluss vom Juli 2010 kann dieses Soziale Stadt Projekt nun 2011 unter der Trägerschaft des ortsansässigen AKA die Arbeit aufnehmen.

4. Runder Tisch zur Quartiersentwicklung
Im Sanierungsgebiet ist es gelungen, der mangelnden sozialen Infrastruktur mit verschiedenen Bewohnertreffs zu begegnen. 2010 kam es auf Einladung des Quartiersmanagements zu einer Runde in der die verschiedenen Konzepte und Planungen auf einander abgestimmt werden sollten. Die Eigentümer (GEWOFAG und GWG) und Träger der Nachbarschaftstreffs, das Planungsreferat, das Sozialreferat mit der zuständigen Steuerung nahmen teil. 2011 wird die zweite Sitzung einberufen, um die inhaltliche und bauliche Planung weiter zu koordinieren und die unterschiedlichen Ansätze zur Verbesserung der Wohnqualität und der Nachbarschaften sinnvoll und sich ergänzend zu lenken.

5. "Verstetigung nichtinvestiver Projekte"
Im Rahmen der Verstetigungsdebatte und angesichts der absehbar auslaufenden ergänzenden Fördermittel für vier wichtige Projekte im Bereich Bildung, Qualifizierung, gesellschaftliche Teilhabe, hat das Quartiersmanagement die jeweiligen Projektträger frühzeitig eingeladen, um die weiteren Planungen abzustimmen und Schnittstellen offen anzusprechen, sowie Strategien zu möglichen Projektabsicherung transparent zu machen.
Die Federführung für den Verstetigungsprozess übernahm dann 2010 das Sozialreferat.

6. "Gewerbestammtische"
Der Gewerbekreis Ramersdorf organisiert mit Unterstützung des QM ca. alle
2 Monate einen Gewerbestammtisch. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.gewerbekreis-ramersdorf.de